Untere Hauptstraße

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Ein Besucher sieht unsere Altstadt heute durchgehend mit alten Gebäuden bebaut. Es gibt aber viele neue Häuser, die in früher entstandenen Lücken errichtet wurden.

Ein Beispiel ist die untere Hauptstraße. Auf der Aufnahme des Fotografen Otto Kienzle aus der Zeit nach 1933 sieht man den alten Zustand. Da gab es im ersten Haus ganz rechts den Friseur Pfeiffer, es folgte links davon das Haus Emil Neffs, der in seinem Hutgeschäft auch Mützen, Schirme und Stöcke verkaufte. Danach das Haus der Witwe von Friedrich Bengel, die in ihrem Geschäft „Kurz-, Weiß-, Woll- und Manufakturwaren“ anbot.  Und dann ganz links das Haus des Mechanikers Otto Schrenk. Ein über die Straße hängendes Schild beim Haus Neff, auf dem „parken verboten“ stand, der vor der Tür stehende Mann im Kittel, sicherlich der Geschäftsinhaber, und ein vor dem Friseurgeschäft angelehntes Fahrrad vervollständigen die Altstadtszene. Und wie so oft, sollte auch hier das Feuer die Stadt verändern. Denn im April 1945 verbrannte diese historische Hauszeile und moderne Bauten nahmen in der Folge den Platz der alten Häuser ein. Das Bild wurde zu einem Zeugnis einer verlorenen Vergangenheit.