Große Freude in Bietigheim im Sommer 1905, denn der lang ersehnte „Sprengwagen“ der Stadtverwaltung war endlich da. Er sollte die Staubplage durch den zunehmenden Verkehr in der Stadt beenden. Vor allem die Bewohner der Bahnhof- und der Besigheimer Straße litten sehr unter dem aufgewirbelten Staub, für den vor allem die neuen „Automobile“, die vergleichsweise schnell fuhren, verantwortlich waren. So schrieb der Enz&Metterbote am 29. Juli 1905 „Möge der Sprengwagen recht oft mit seinem willkommenen Nass durch die Straßen ziehen und den Staub niederlegen“.
Das wünschte sich sicherlich auch der damalige Apotheker Dr. Konrad Volck senior (Apotheker von 1897-1938), der diese Aufnahme vor seiner Apotheke (Hauptstr.51) gemacht hat.
Im Hintergrund ist das Haus an der Ecke Hauptstraße/Schieringerstraße zu sehen. Darin waren damals der Schneidermeister Wilhelm Knoll mit seinem Herrenkleidergeschäft und der Seckler (Säckler) und Kappenmacher Gottlob Wacker, der Säcke, Leinenwaren und Hüte herstellte, beheimatet.
