Gasthaus zum Goldenen Ochsen

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Vor 50 Jahren, im Januar 1975, wurde das Gebäude Besigheimer Straße 6 abgebrochen. Es war das ehemalige „Gasthaus zum Goldenen Ochsen“. Erbaut hatte es im Jahr 1800 der Ochsenwirt Johannes Grimm. Er hatte zuvor das „Gasthaus zum Ochsen“ in der Bietigheimer Altstadt, in der unteren Hauptstraße betrieben. Nun wechselte er in die sogenannte „Besigheimer Vorstadt“, an die Durchgangsstraße nach Besigheim, wo vor allem die Fuhrleute zu seinen Gästen gehörten.

1923 zog die 1868 von kapitalkräftigen Bietigheimer Geschäftsleuten gegründete Gewerbebank Bietigheim (nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Handels- und Gewerbebank Heilbronn am unteren Tor) in das Gebäude. Um die Gastwirtschaftskonzession nicht zu verlieren, wurde einmal im Jahr für einige Tage im 1. Stock des Gebäudes eine Gastwirtschaft betrieben. Die GewerbebankBietigheim e.G.m.b.H. wurde später zur Volksbank und zog in die Stuttgarter Straße 78. 1973 war dann der Neubau der Volksbank in der Stuttgarter Straße 66 fertig, wo die Volksbank bis 2019 bestand. Die Volksbank am Kronenplatz, Hauptstraße 4, die 1983 eröffnet wurde, besteht noch heute.

Dort, wo bis 1975 das Gebäude des ehemaligen „Gasthaus zum Goldenen Ochsen“ stand, verläuft seit 1988 die Nordumfahrung der Altstadt, die Karl-Mai-Allee.

1 Ansichtskarte des „Goldenen Ochsen“ um 1900. Georg Arnold hatte den „Goldenen Ochsen“ 1898 gekauft.

2 Aufnahme aus den 1930er Jahren: eine Gruppe, vermutlich Angestellte der Gewerbebank, mit Festwagen vor der Gewerbebank

3 Die Besigheimer Straße um 1965: links die Gewerbebank (ehemals „Goldener Ochsen“, daneben der ehemalige Pferdestall des „Adlers“, dann die „Rose“, hinten die „Linde“ und rechts der „Adler“. Heute verläuft hier die Karl-Mai-Allee.