Eissprengung auf der Metter

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Der Winter 1928/29 war sehr kalt: wochenlang hatte es zweistellige Minusgrade. Enz und Metter waren zugefroren. Am 10. Februar 1929, einem Sonntag, feierte man in Bietigheim zwischen Enzbrücke und Enzsteg ein „Eisfest“. Zahlreiche Spaziergänger und Schlittschuhläufer vergnügten sich auf der Enz, musikalisch begleitet von der Stadt- und Feuerwehrkapelle.

Ende Februar setzte dann Tauwetter ein und sorgte für Hochwasser und treibende Eisschollen, die eine große Gefahr für die Brücken darstellten.

Besonders vor der oberen Metterbrücke an der Farbstraße stauten sich riesige Eisschollen. Am Nachmittag des 9. März, einem Samstag, wurden die hochaufgetürmten Eismassen gesprengt. Nachdem diese Aktion erfolgreich verlief, wurden am Abend und am Sonntagmorgen weitere Sprengungen an der unteren Metterbrücke bei der Holzgartenstraße und in Richtung der Enzbrücke vorgenommen. Die außergewöhnlich starke Eisdecke auf der Metter löste sich, die Eisschollen wurden zerkleinert und das Wasser konnte abfließen. Die Gefahr war gebannt.

 

Fotografisch festgehalten hat das alles der Bietigheimer Fotograf Otto Schick.

1-3 Eisfest am 10. Februar 1929

4-6 Eissprengung an der oberen Metterbrücke am 9. März 1929.