Die Stuttgarter Straße

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Aus Anlass der aktuellen Baumaßnahmen der B 27, präsentieren wir ältere Fotos dieser Straße. Genauso wie momentan wurde die Straße bereits in vergangenen Jahrzehnten den Bedürfnissen im Straßenverkehr angepasst.

Für die Stuttgarter Straße, ehemals Bahnhofstraße/Ludwigsburger Straße, war es ein langer Weg bis sie zur B 27, wie wir sie kennen, wurde. Im Enz & Metterbote vom 19.12.1909 heißt es in einem Leserbrief über die Bahnhofstraße: „(…) Es ist nicht genug, dass die Anwohner jener Gegend gegenwärtig bis zum Knöchel im Schmutz waten müssen (ein Gehweg ist bekanntlich nicht vorhanden), es fehlt auch des Abends noch jede Beleuchtung!“. Die Stadt wusste Abhilfe zu schaffen. 1910 werden „auf beiden Seiten Trottoir (Gehweg) und je eine Reihe Akazien, eine ganz neue Errungenschaft unserer Stadt“ in der Zeitung beschrieben und ein halbes Jahr später hieß es dann: „Für die Straßenbeleuchtung wurden 130 vollständig schattenlose Gasmantellaternen aufgestellt, was für eine gute und ausreichende Beleuchtung bürgt“.

In den darauffolgenden Jahrzehnten veränderte sich das Stadtbild und immer mehr Autos fuhren auf den Straßen. Die Bahnhofstraße wurde zu eng und auch der Durchlass unter den Bahnschienen war nicht für die Masse an Fahrzeugen ausgelegt, weshalb 1956 ein Umbau von diesen vorgenommen werden musste. Auch die Verkehrsführung ließ noch zu wünschen übrig, denn es gab keine Ampeln und kaum markierte Fahrspuren. Die Planung des Umbaus der Bahnhofstraße und Ludwigsburger Straße im Zuge der B 27 war zu diesem Zeitpunkt längst in Gange.

 

1: Die damalige Bahnhofstraße, heute B 27, mit den Akazien. Rechts sieht man das Gasthaus zum Stern, das 1971 abgerissen wurde, dahinter ist das Verwaltungsgebäude von DLW und Wohnhäuser. Links sieht man Firma und Villa Elbe und das abgerissene Gebäude der alten Post. Die Postkarte ist von 1915.

2: Stau an der Unterführung 1958 damals Bahnhofstraße an der Ulrichstraße.

3-5: Umbauarbeiten an der Unterführung 1958.

6: Verkehrsgewusel ohne Ampeln und Fahrbahnmarkierungen bei der Unterführung am Bahnhof Ende der 1950er.

7: Die ausgebaute Kreuzung am Bahnhof, wie wir sie kennen, nach 1967.