Auf dem Luftbild von letzter Woche waren auch das Gelände der Faberschen Fabrik und die Villa Faber zu sehen. Weshalb es diese Woche um eben diese geht. Die Villa wurde um 1913 von Arthur Faber dem jüngeren für die Familie Faber erbaut. Die Familie Faber war eine der reichsten Familien der Stadt. Der Vater, Kommerzienrat Arthur Faber (1852-1936), war Inhaber der Holzwarenfabrik Faber. Diese stellte Holzwaren der verschiedensten Art her, z.B. Küchen- und Haushaltsgeräte, Kleinmöbel und vieles mehr. Die Firma bestand bis 1934. Die Firmengebäude waren auf der anderen Metterseite, dort wo sich heute der Parkplatz befindet. Nach dem Ende der Firma 1934 dienten die Fabrikgebäude unterschiedlichen Zwecken, zuletzt waren darin das Jugendhaus, die Polizei und Teile der Stadtverwaltung untergebracht. Zwischen 2012 – 2018 wurden die Fabrikgebäude abgebrochen. Die Villa Faber mit dem großen Gelände wurde nach dem 2.Weltkrieg von der Familie Faber verkauft. 1986 erwarb der Galerist Rudolf Bayer die Villa und eröffnete nach fast 2jähriger Bauzeit seine „Galerie Bayer“. Auf dem weitläufigen Parkgelände entstand ab 1980 das „Haus an der Metter“ und das MS-Heim. Die Villa Faber ist heute ein Kulturdenkmal. In der Begründung heißt es u.a.:
Die Villa ist in ihrer Zeit in Bietigheim ohne Vergleich; als Bauwerk von hoher Qualität und individueller Gestaltung gehört sie zu den besten Leistungen ihrer Zeit im Kreis Ludwigsburg (…) Somit besteht aus künstlerischen Gründen ein öffentliches Interesse an der Erhaltung dieses Bauwerks.
1: Der bauliche Rest der Faberschen Fabrik. Zu sehen sind Lager- und Fabrikationsgebäude sowie die Villa Faber.
2-3: Abbildung der Firma von 1897 und Aufnahme der Gebäude in 2008.
4: Die markanten Schornsteine der Firma um 1920.
5-6: Die Villa Faber in den 1930ern und 1987.





