Die Enzbrücke

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So sah die Enzbrücke bis zur Einweihung der Mühlwiesenbrücke November 1980 aus: dichter Autoverkehr und weniger Platz für Spaziergänger. Über die Enzbrücke führte lange Zeit die B 27. Der Bau der (neuen) Enzbrücke, wie wir sie heute kennen, erstreckte sich von August 1945 bis Dezember 1946.

Der Neubau der Brücke wurde notwendig, nachdem am 8. April 1945 die Brücken über die Enz (Fahrbrücke, Steg und Viadukt) gesprengt wurden. Beherzte Anwohner versuchten vergebens die Deutschen Soldaten daran zu hindern, die Fahrbrücke zu sprengen. Unter dem Hinweis, dass mit der Brücke die gesamte Wasserversorgung der Weststadt vernichtet würde, sprachen einige Männer beim Divisionskommandeur vor. Letztendlich begann nicht mal zwei Wochen nach der Sprengung der Bau einer Notbrücke. Das Baumaterial bestand unter anderem aus Baumstämmen der Panzersperre und Holzbalken aus der zerstörten Turnhalle. Die alte Brücke vor der Sprengung war nur 7,39 m breit, die neue steinerne Brücke erhielt eine Breite von 10,15 m. Heute verbindet die Enzbrücke die Fußgängerzone mit dem Bürgergarten und ist ein beliebter Ort zum Spazieren und Verweilen.

1 Postkarte um 1914, Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen

2 Wiederaufbau der Enzbrücke 1945/46, Fotograf Hermann Schmalzigaug

3 Einweihung der Enzbrücke 07. Dezember 1946, Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen

4 Straßenverkehr der B 27 auf der Enzbrücke 1960er, Fotograf Otto Kienzle

5 Enzbrücke mit Blick auf den Kronenberg 1989, Fotografin Grete Bielfeldt