Wie sah der Bahnhof früher aus? Der ursprüngliche Bietigheimer Bahnhof wurde 1846/47 am Laiernwald, 2 km südlich der Stadt, gebaut. Nach Entwürfen des Architekten Michael Knoll entstand zunächst das eigentliche Bahnhofsgebäude mit Verwaltungs- und Wohnräumen für Bedienstete sowie zwei Wartesälen, einem Türmchen und zwei Glocken. Dazu kamen noch für den Bahnbetrieb notwendige Gebäude (Güterschuppen usw.). Damals war das Gebiet um den Bahnhof (damalige Äußere Bahnhofstraße) noch völlig unbebaut. Erst 1892 wurde ein Bauplan für das Gebiet aufgestellt. In der Zwischenzeit wurde der Bahnhof bereits 1863, 1869/70 und 1887 mit weiteren Verwaltungsgebäuden, Wartesaal und Dienstwohnungen in drei Gebäuden erweitert. Nach und nach siedelten sich ab den 1880er Jahren Industriebetriebe am Bahnhof an: 1887 die Glasbiegerei Ferdinand Frey, 1891 die Schmiergelfabrik Elbe, 1896 die Dampfkochfabrik Umbach/Melchior, 1899 die Holzwarenfabrik Faber und das Germania Linoleum Werk. Die Bahn als Transportmittel war ein entscheidender Standortfaktor. Im Sommer 1961 feierte die Stadt die Einweihung des neuen Bahnhofs. Grabungen und Abbrüche für den Neubau hatten 1958 begonnen.
1: Der alte Bahnhof auf einer Postkarte um 1910.
2: Der Bahnhofvorplatz mit Durchgang zur Stadt, laut Beschriftung wurde das Bild um 1950 geschossen.
3: Passagiere am Gleis um 1950.
4-7: Der Bahnhof vor dem Abbruch mit Eingangshalle, Fahrkartenausgabe und Gepäckabgabe und –ausgabe.
8: 1958 begannen die Abbrucharbeiten zum Bahnhofsneubau.
9: Hier ist die Lage des alten Bahnhofs zu sehen. Er stand traufseitig zur heutigen Stuttgarter Straße. Laut Beschriftung stammt das Luftbild von 1944.







