Das Bahnhöfle in Metterzimmern

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Das Metterzimmerer Bahnhöfle war Anfang des 20. Jahrhunderts ein großer Wunsch der Gemeinde, denn viele Zimmerer arbeiteten außerhalb des Ortes und mussten für ihren Arbeitsweg jeden Tag zunächst Bietigheim oder Großsachsenheim zu Fuß erreichen. 1911 schaffte es der damalige Schultheiß Max Bauer schließlich die Staatsbahn zu überzeugen und am 1. Oktober 1912 wurde die Einweihung gefeiert. Das einstöckige Bahnhofgebäude mit einem Krüppelwalmdach war 12 m x 5,2 m groß und wurde von der Gemeinde selbst finanziert. Als dann bei der Einweihung um 12:30 Uhr die Vertreter der Staatsbahn, des Oberamts und andere Ehrengäste mit dem ersten Zug in Metterzimmern einfuhren, wurde bei der feierlichen Rede, die Pfarrer Carl Breuninger in Vertretung für den Schulheiß Max Bauer hielt, die Bedeutsamkeit des neuen Haltepunkts für die Geschichte von Metterzimmern herausgestellt. Von den Zimmerern liebevoll „Bahnhöfle“ genannt, wird der Sachsenheimer Weg bis heute noch als „Bahnhöflessteige“ bezeichnet. 1912 fuhren 10 Züge in Richtung Mühlacker und 9 Züge in Richtung Bietigheim.

1: Das Bahnhöfle in Metterzimmern im Jahr 1962 von Norbert Lattke.

2: 1. Oktober 1912 war die Einweihung des Bahnhöfles mit wichtigen Vertretern der Staatsbahn und des Oberamts sowie anderen Ehrengästen.

3: Läutewerke späterer Bauart am 1912 eröffneten Haltepunkt Metterzimmern, genannt Bahnhöfle. Anhand der unterschiedlichen Klänge konnte erkannt werden aus welcher Richtung ein Zug eintreffen würde.