Brand am Kronenbergeck

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Beim Brand des Kronenbergs 1945 vernichtete ein Feuer fast die gesamte Nordseite der Brückenvorstadt beim Unteren Tor. Das Feuer wurde im Laden des Uhrmachermeisters Köhler am Kronenbuckel gelegt. Mehrere Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Das Friseurgeschäft Pfeiffer-Wöhrle an der Ecke Kronenberg/Hauptstraße wurde von Rudolf Pfeiffer aufgebaut und nachdem er im Krieg gefallen war von dessen Frau und Kindern weitergeführt. Daneben auch das Putzgeschäft (sich herausputzen = modisch kleiden) von Emil Neff, später verkaufte er Hüte und nannte seinen Laden „Hut-Neff“. 1927 setzte er auf seinen Laden einen gewaltigen Dachaufbau, der die übrige Dachlandschaft deutlich überragte. In der Hauptstraße 4 hatte die Familie Ruoff einen Gemischtwarenladen. Das Gebäude befand sich auf dem Areal, das ursprünglich zum Gasthaus „Zum Grünen Baum“ gehörte, das am Kronenbuckel lag und sich bis zur Hauptstraße zog. 1931 erwarb die Witwe Friedrich Bengels das Ruoff’sche Anwesen und verlegte ihr Aussteuergeschäft, das die Tochter Martha führte, dorthin. Auch das Haus des Seilers Wilhelm Schumacher (1874-1942), dessen Familie das Geschäft in der fünften Generation betrieb, brannte nieder. 1952 war der Wiederaufbau des Kronenbergecks abgeschlossen. Es war die erste große Baumaßnahme im Wohnungsbau in der Stadt nach 1945.

Foto 1: Vorne das Friseurgeschäft Pfeiffer-Wöhrle, dann der markante Dachstuhl des „Hut-Neff“, daneben der Bengel’sche Laden und das Haus des Seilers Schumacher, 1930er

Foto 2: Nach dem Brand 1945

Foto 3: Wiederaufbau 1952

Foto 4: Das große Gebäude Bengel und der Friseurladen Pfeiffer-Wöhrle nach 1952

Foto 5: Autoverkehr auf der Kronenbergstraße 1988

Fotos: 2,3,5 Stadtarchiv, 1 Otto Schick, 4 Carl Ballier