Die im 13. Jahrhundert erbaute klassische Höhenburg in Spornlage hatte schon viele Namen. Der heute geläufige Name „Altsachsenheim“ ist historisch nicht belegt. Die Burg wurde seit dem 15. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert als „Äußere Burg“ oder „Eisenberg“ bezeichnet. Im 19. Jahrhundert taucht vereinzelt die Benennung „Obermberg“ auf. Üblicher war zu dieser Zeit aber die Benennung „Burg Untermberg“. Mit der Umgemeindung Untermbergs von Großsachsenheim nach Bissingen im Jahr 1953 setzte sich die Bezeichnung „Alt-Sachsenheim“ durch. Aber wer hat die Burg gegründet? Zunächst könnte man vermuten, dass es sich um die Stammburg der Herren von Sachsenheim handle. Eine Quelle für die Zuschreibung der Burg Altsachsenheim als besagte Stammburg konnte in den Archivalien aber nicht gesichtet werden. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden die Herren von Sachsenheim mit Remmigheim (damals Remmingen) belehnt, zu dem auch das heutige Untermberg gehörte. Untermberg wurde in einer Schrift von 1444 noch als „Remmingen unter dem Berg“ benannt. Es liegt nahe, dass die Burg durch die Herren von Remmingen gegründet und später als „Äußere Burg“ bezeichnet wurde. Das erste Foto zeigt die Burg Altsachsenheim Anfang des 20. Jahrhunderts. Die zweite Abbildung ist die Kiesersche Forstkarte von Untermberg (Werk 1680-1687) auf der die Burg als „Eysenberg“ markiert ist.

